In vertrauter Umgebung fühlt man sich am wohlsten. Hier kann man sein Leben selbst bestimmen, gestalten und beibehalten. Auch Ältere haben den Wunsch, ihr Zuhause nicht durch einen Umzug zu verlassen. Mit einer rechtzeitigen Umgestaltung oder einfach durch ein paar kleine Anpassungen oder Neuerungen kann man sich eine altersgerechte und komfortable Wohnung einrichten. Diese Einrichtungen sind speziell auf die individuellen Bedürfnisse im Alter abgestimmt. So stellen sie eine optimale Unterstützung bei der nachlassenden Beweglichkeit dar und machen den Haushalt sicherer. Viele kleine Helfer erleichtern das tägliche Leben. Telefone und Bedienelemente mit großen Tasten, Handläufe oder Haltegriffe, ein Duschhocker oder eine Bettleiter, als zusätzliche Hilfe zum Aufrichten im Bett, Rampen und Schwellenkeile, ein erhöhter Toilettensitz und rutschfeste Teppichunterlagen lassen sich für spezielle Bereiche oder im gesamten Wohnraum einsetzen. Auf diese Weise erhält man sich für eine möglichst lange Zeit seine Mobilität und damit seine Unabhängigkeit.
Vor allem für das Schlafzimmer stehen verschiedene Möbel bereit, die das Leben komfortabler gestalten. Schließlich wird hier die Nachtruhe verbracht, die zur Erholung dient. Im Alter fällt es oft schwer aufzustehen.Betten mit einer erhöhten Liegefläche können hier Abhilfe schaffen. Die Liegefläche selbst sollte so bequem wie möglich sein und gleichzeitig den Körper stützen. Spezielle Matratzen mit ergonomischen Liegezonen, die auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt sind, können in das Bett integriert werden. In Kombination mit einem guten Lattenrost sorgen beide dann für einen guten Halt und ein gesundes Schlafklima. Als Lattenroste empfehlen sich mehrfach verstellbare Roste. Wenn diese dann noch mit einem Motor ausgestattet sind und sich über eine Fernbedienung bedienen lassen, sind diese einfach vom Bett aus zu handhaben. So lässt sich das Bett jederzeit von der Schlaf- in die Sitzposition wechseln. Ein verstellbarer Lattenrost kann nur mit einer Matratze kombiniert werden, die für eine verstellbare Unterlage geeignet ist. Auch für einen möglichen Pflegefall ist so ein Bett dann bestens gerüstet. Passend zu den erhöhten Betten gibt es Nachttische. Praktisch sind diese mit einem aufklappbaren Tisch. Als Nachttischlampe empfiehlt sich eine schwenkbare, fest montierte Leuchte. Auch der Kleiderschrank stellt so manche Tücke dar. Die oberen Kleiderstangen sind oft nur schwer zu erreichen. Hierfür gibt es mechanische oder motorisierte Kleiderlifte, die entweder von Hand oder über eine Fernbedienung die gesamte Kleiderstange aus dem Schrank in Griffhöhe heraus- und wieder hineinbefördern. In Schubfächern hat man mit einem Vollauszug den Inhalt immer gut in Sicht und man kommt bequem bis in die hinterste Ecke zum Entnehmen.
Vollauszüge empfehlen sich auch für Möbel in anderen Räumen. Besonders hilfreich sind sie in der Küche. Große Schrankknöpfe oder breite Griffe erleichtern das Bedienen. Die Küchenmöbel sollten auf das Alter angepasst sein. Dazu gehört, dass Einbaugeräte in eine optimale Höhe angebracht werden. Auch der Backofen kann höher in einen Schrank eingebaut werden, sodass sich Backwaren leichter entnehmen lassen. Mit einem Flachsiphon können Spülen unten offen gestaltet werden. Auf diese Weise kann man sich mit einer Stehhilfe an den Abwasch machen oder Gemüse waschen. Küchenoberschränke und Hängeschränke im Allgemeinen können einfach weiter nach unten versetzt werden. Lichtleisten, beispielsweise über und unter (zum Ausleuchten der Schubfächer) der Arbeitsplatte und Spots sorgen für eine optimale Ausleuchtung. Licht ist überhaupt ein wichtiges Thema für eine altersgerechte Wohnung, denn mit dem Alter steigt das Helligkeitsbedürfnis. So geben Lichtleisten an verschiedenen Treppenstufen und am Handlauf beim Treppensteigen Sicherheit. Flexible Leuchten, die auf Schienensystemen montiert werden, sorgen für eine gleichmäßige Helligkeit. Mehrere Lichtquellen schaffen zudem eine angenehme Atmosphäre.
